Wir haben eine Vision!

Die Pfarrei Hl. Wendelinus soll eine Pfarrei werden, in der wir

  • im Hier und Jetzt
  • aufbauend auf unserer eucharistischen Gemeinschaft
  • uns öffnen für Gottes Liebe,
  • uns selbst und unseren Nächsten vertrauen,
  • und so aufbrechen in eine gemeinsame, lebendige Zukunft,
  • die auch andere Menschen be-geistert.

 

Diese Vision ist in der Sondersitzung des Pfarreirats vom 21. Juni nach einem Ringen um die richtigen Worte in gemeinsamer Arbeit entstanden und soll uns Wegweiser für unsere pastoralen Ziele sein. Daran wollen wir unsere Ziele messen und unser Vorgehen orientieren.

 

Erkenntnisse und  Schlussfolgerungen im Hinblick auf die Analyse


1.1 die Ressourcen der Pfarrei mit ihren Gemeinden
a) Das Pastoralteam

 

  • besteht de jure aus 3,5 Stellen, davon zwei Priester (Pfarrer und Kooperator) sowie 1,5 pastoralen MitarbeiterInnen.

  • Nach dem Weggang der Gemeindereferentin hat sich niemand auf diese Stelle beworben, so dass de facto zur Zeit 2,5 Stellen besetzt sind: 2 Priester und die halbe Stelle eines Pastoralreferenten

  • Bis dato haben die Hauptamtlichen des Pastoralteams sich im Wesentlichen auf die zwei ursprünglichen Pfarreiengemeinschaften verteilt.

 



b) die
Ehrenamtlichen und ihre Charismen:

 

  • Firmkatecheten leiten eigenverantwortlich eine Firmengruppe. Die Inhalte sind dabei vorgegeben, wie die Firmkatecheten diese Inhalte umsetzen, ist ihren Charismen überlassen.

  • Das gleiche gilt für die Kommunion-Katecheten.

  • In der Pfarrei gibt es in Trulben und Lemberg  Seniorenarbeit. Die Ehrenamtlichen, die dieses Seniorenarbeit durchführen, tun dies nach eigenen Ideen und in eigener Verantwortung.

  • In den einzelnen Gemeinden gibt es Ehrenamtliche, die den Sakristei-Dienst übernommen haben.

  • Ehrenamtliche kümmern sich in den Gemeinden um die Messdiener-Arbeit

  • In jeder Gemeinde gibt es Lektoren und Kommunionhelfer. Über die Pfarrei-Homepage können sich dieser über die anstehenden Lesungstexte und Hintergrundinformationen kundig machen.

  • Im Trulben, Schweix, Eppenbrunn und Vinningen gibt es jeweils einer katholische öffentliche Bücherei, in der sich Ehrenamtliche engagieren.

  • Grunddienstbeauftragte koordinieren die verschiedenen Dienste.

  • An der drei Kindertagesstätte in Trulben und der Kirche werden die Anlagen ebenfalls durch Ehrenamtliche gepflegt. In Trulben, Schweix und in Eppenbrunn gilt dies auch für das Innere der Kirche.

  • Die Rats-Mitglieder beschränken ihre Mitarbeit nicht nur auf die Mitarbeit in den Räten sondern sind immer mit ihren Talenten dabei, wenn es gilt, gemeinsame Veranstaltungen durchzuführen:
    So werden z.B. Geburtstagsjubilare besucht, in Niedersimten gibt es eine 2016 entstandene Flüchtlingsarbeit, und an Fronleichnam und St. Martin und im Krankenbesuchsdienst helfen ebenfalls Ehrenamtliche aus den Räten mit.

 

 

 

c) Potenziale der Verbände und Gruppierungen

 

  • Cäcilienverein: In Eppenbrunn, Schweix, Vinningen, Trulben, Niedersimten, Erlenbrunn [ökumenischer Chor ]: Gibt den Mitgliedern Zusammenhalt und fördert die Gemeinschaft (Projektchor mit SängerInnen aus allen Chören und sangesfreudigen Gemeindemitgliedern), gestaltet die Liturgie mit.

  • In Vinningen gibt es eine Frauengruppe, die sich um die Lourdesgrotte kümmert und an Fronleichnam hilft.

  • Die Jugendfeuerwehr Trulben hilft an St. Martin mit,

  • Im Eppenbrunn gibt es einen Katholischen Jungmännerverein“,  der auch bei Veranstaltungen mithilft und die Lourdes-Grotte pflegt.

  • kfd: In Eppenbrunn, Trulben und Lemberg:  Veranstaltungen für die Frauen , ökumenische Zusammenarbeit, Seniorenarbeit.

  • KJG: Gibt es zur Zeit vor allem in den Gemeinden, die zur ehemaligen Pfarreien­gemeinschaft Simten gehören, aber es gibt auch in den anderen Gemeinden Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, um so neue Mitglieder zu gewinnen. Die KJG bietet neben einer ständigen Gruppenstunde in Lemberg verschiedene Freizeiten für Kinder und Jugendliche an und übernimmt bei Pfarreifesten die Kinderbetreuung. Daneben wirkt die KJG mit ihrem Gruppenleiterinnen auch aktiv bei der Sternsingeraktion so wie bei der Firmvorbereitung mit.

  • Die ortsansässigen Männerchöre (Vinningen, Obersimten, Eppenbrunn, Niedersimten) gestalten bei Festen mit,

  • Die Messdiener werden zumeist von Ehrenamtlichen oder von Obermessdiener betreut . sie  unterstützen in der Liturgie, bieten Kindern regelmäßiger Gruppenstunden eine kirchliche Heimat.

  • Der Musikverein Trulben, das sinfonische Blasorchester Lemberg sowie die Felsalbtaler Blasmusik gestalten Eucharistiefeiern mit und spielen an Fronleichnam und am Weißen Sonntag, der Fanfarenzug Niedersimten spielt beim dortigen Martinsumzug

  • Der Wendelinuskapellenverein in Trulben  ist nicht zunächst ein kirchlicher Verein, ist aber im Gemeindeausschuss vertreten, die Mitglieder kümmern sich um die Wendelinuskapelle in der Nähe von Trulben, sorgen dafür, dass die Anlagen gepflegt sind, und unterstützen die Gemeinde bei Gottesdiensten, die dort stattfinden.

 

 

 

1.2 Auffälligkeiten und Herausforderungen

 

a) Herausforderungen, die sich aus der quantitativen Erfassung

 

ergeben

 

  • Die Zahl der Kirchenaustritte war 2013 aufgrund der Einführung der Ortskirchensteuer wesentlich höher als in den Vorjahren

  • in der ehem. PG Simten gibt es eine große Anzahl an Protestanten

  • In Lemberg gibt es die meisten Katholiken, aber prozentual auch die meisten Protestanten / Sonstige

  • In Vinningen gibt es besonders viele Kinder von 0-9 Jahren

  • Die gesamte Region ist überaltert

  • 70-79jährige sind besonders zahlreich in Obersimten, Eppenbrunn und Ruhbank

  • Sehr viele alleinstehende Senioren in Trulben, Ruhbank und Eppenbrunn

  • Gesamtpfarrei: Wenige junge Singles, wenige junge Paare im Vergleich mit dem Bundesdurchschnitt.

  • Es gibt einen starken Rückgang der Kommunionkinder und Firmlinge.

  • Die ehem. PG Simten hat sehr wenige Hochzeiten

  • Es sind insgesamt mehr Beerdigungen als Taufen, d.h. die Zahl der Katholiken sinkt.

  • Der Gottesdienstbesuch insgesamt nimmt ab.

  • Bezügl. Gottesdienstbesuch: Ältere sind oft "ortsfest", Jüngere eher flexibel

  • Weniger Gottesdienstbesucher in einer Wortgottesfeier

  • Menschen, die nur ein mittleres Interesse an der Gemeinde haben, ist es aber wichtig, dass traditionelle Feste gefeiert werden und dass sich die Gemeinde sozial engagiert.

  • Weg zum Gottesdienst: 62 % zu Fuß

  • 46% würden, wenn kein Gottesdienst vor Ort ist, zuhause bleiben

  • 52 % der Befragten geben an: Der Gottesdienst soll im persönlichen Glauben stärken

  • Viele Ehrenamtliche sind in ihrem Ehrenamt alt geworden, wenig Jüngere rücken nach.

 


Folgerung des Analyseteams:

 

  • Gottesdienstreduzierung sehr vorsichtig vorzunehmen, um nicht "Treue" zu verlieren.

  • Gottesdienstplan und Änderungen ausführlich im Pfarreirat besprechen und nach außen hin kommunizieren, um das Angebot besser an Bedürfnisse vor Ort anpassen zu können.


 

b) Herausforderungen, die sich aus der Milieuzusammerısetzung und

 

aus der Sozialraumorientierung ergeben

 

Die Pfarrei St. Wendelinus

 

  • hat keinen geographischen Mittelpunkt und ist geprägt von großen Entfernungen

  • umgreift 15 Friedhöfe

  • besteht aus Landkreisgemeinden und Stadtteilgemeinden.

  • hat sehr viele kirchliche Gebäude

 

  • beherbergt 3 kirchliche Kitas: Trulben, Eppenbrunn, Lemberg

  • hat eine Realschule plus in Vinningen

  • hat Grundschulen in Vinningen, auf der Ruhbank und in Lemberg,

     

  • In der Großpfarrei gibt es überdurchschnittlich viele "Traditionelle", Menschen aus
    der "Bürgerlichen Mitte" und „Hedonistische“

  • Es gibt im Vergleich zum Bund nur wenige Menschen aus den modernen Milieus

 

Folgerungen des Analyseteams

 

  • Angebote für Menschen aus modernen Milieus wollen gut überlegt und platziert sein.

  • Mehr und bessere Öffentlichkeitsarbeit!

 

c) Benennung von Bewährtem, welches auch in Zukunft unterstützt und gefördert werden soll

 

  • Vernetzung der kirchlichen Gruppierungen innerhalb der Pfarrei

 

  • Stärke und Besonderheiten der Gemeinde vor Ort

  • Patronatsfeste vor Ort

  • Wallfahrt an die Wendelinuskapelle

  • Sonntagsgottesdienst in jedem Ort - eigener Rhythmus

  • Gemeinsames Feiern der großen kirchlichen Feste

 

 

 

d) Benennung von Abbrüchen und Schwächen

 

  • "Wegbleiben“ der Menschen / Entfremdung

  • Überalterung

  • Die Arbeit machen immer die selben

  • Ehrenamtliche müssen weitere Aufgaben übernehmen

  • Erwartungshaltung an Ehrenamtliche sehr hoch

  • Überforderung der Ehrenamtlichen

  • Pfarrer mit zu viel Verwaltungs-Fachaufgaben belastet

  • große Entfernung und kleine Orte behindern das Zusammenwachsen.

 


 

e) Gesellschaftliche und konfessionsverbindende Kooperationspartner,

 

die in Zukunft stärkere Beachtung finden sollen

 

  • Im Gebiet der ehem. PG Simten gibt es viele prot. Partner, im Gebiet der ehem. PG Eppenbrunn eine prot. Schwestergemeinde (die zur Zeit vakant ist) Die Ökumenische Zusammenarbeit ist sehr unterschiedlich

  • In Niedersimten hat sich seit dem Frühjahr 2017 einen buddhistische Gemeinschaft niedergelassen

  • Es gibt Kooperationen mit den Ortsgemeinden, den örtlichen Verbänden und Vereinen und der Verbandsgemeinde

 

 

 

Daran arbeiten wir noch:

1.3 Das Profil der einzelnen Gemeinden

 

a) Was tragen die einzelnen Gemeinden zum Ganzen bei?

 

b) Was soll vor Ort erhalten oder stark gemacht werden?
Was unbedingt erhalten werden sollte:

 

  • Trulben: Fronleichnamsfest mit Reunion

  • Eppenbrunn: Patronatsfest mit Vesper

  • Kröppen: Ökumenischer Gottesdienst an Pfingsten (in Eppenbrunn)

  • Vinningen: Pfarrfest

  • Schweix: Patronatsamt und 2 x Kirche im Monat

  • Simten: Ökumenisches Sommerfest

  • Hilst: Anzahl der bisherigen Gottesdienste

  • Lemberg: Pfarrfest im Mai _

  • Ruhbank: Regelmäßiger Gottesdienst zur gleichen Zeit und Wiederbelebung Taizé-Gebet

  • Erlenbrunn: Ökumenisches Gemeindefest

 


1.4 Gebäudeanalyse:

 

a) Beschreibung der pastoralen Eignung der Pfarrheime

 

b) Aufzeigen von Gebäudealternativen (Gemeindehaus der

 

evangelischen Gemeinde, Möglichkeiten zum Anmieten von

 

Räumen ...)

 

c) Priorisierung und Zukunftsplanung für die Gebäude