Wir haben eine Vision!

Die Pfarrei Hl. Wendelinus soll eine Pfarrei werden, in der wir

  • im Hier und Jetzt
  • aufbauend auf unserer eucharistischen Gemeinschaft
  • uns öffnen für Gottes Liebe,
  • uns selbst und unseren Nächsten vertrauen,
  • und so aufbrechen in eine gemeinsame, lebendige Zukunft,
  • die auch andere Menschen be-geistert.

Diese Vision ist in der Sondersitzung des Pfarreirats vom 21. Juni nach einem Ringen um die richtigen Worte in gemeinsamer Arbeit entstanden und soll uns Wegweiser für unsere pastoralen Ziele sein. Daran wollen wir unsere Ziele messen und unser Vorgehen orientieren.

In seiner Predigt zu WIederindienstnahme der Eppenbrunner Kirche am 11. Februar 2018 hat Pfarrer Stephan diese Vision ausgelegt. Hier zum Nach-Lesen:

 

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn, verehrte Festgäste

Wir haben unsere Kirche St. Pirminius in Eppenbrunn: renoviert.

Was tut eine kirchliche Gemeinde eigentlich, wenn sie eine Kirche renoviert?

ln erster Linie geht es nicht nur darum, das historisch bedeutsame Gebäude zu erhalten und zu verschönern, sondern vor allem auch die Einladung zur gemeinsamen Feier des christlichen Glaubens wieder neu zu stärken. "

Glaube, gerade weil er nicht mehr selbstverständlich ist, soll er immer wieder neu hier

gemeinschaftlich zum Ausdruck kommen.

Vom offenen Himmel zu erzählen" das ist uns ein Anliegen und das ist Aufgabe aller Christen.

Der Gottesdienst in der Kirche, ist immer eine gute Gelegenheit, daran zu erinnern, worum es geht, wenn wir Christen sagen: „ich glaube.“ Und vom Glauben öffentlich und verständlich zu reden, ist unsere wichtigste Aufgabe, weil unser Leben als Christen vom Glauben bestimmt wird.

ln vielen Gesprächen und Diskussionen haben sich die Gemeindeausschüsse unserer 10 kirchlichen Gemeinden und der Pfarreirat unserer Pfarrei Hi. Wendelinus Trulben auf der Grundlage der von einem Team erstellten Pfarreianalyse Gedanken zu einem neuen pastoralen Konzept gemacht und eine Vision entwickelt:

Sie lautet:

Die Pfarrei HI. Wendelinus soll eine Pfarrei werden,
in der wir

lm Hier und Jetzt

Aufbauend auf unserer eucharistischen Gemeinschaft:

Uns öffnen für Gottes Liebe,

uns selbst und unseren Nächsten vertrauen,

und so aufbrechen in eine gemeinsame Zukunft,

die auch andere Menschen be-geistert.

 

lm Hier und jetzt:

Also in unserem schönen Kirchenraum in vollem Bewusstsein der Realität in der wir Christen in diesen Breitengraden heute ganz konkret leben mit der Offenheit der Verknüpfung und Verstärkung der Gemeinschaft mit unseren neun kirchlichen Nachbargemeinden.

 

Aufbauend auf unserer eucharistischen Gemeinschaft:

Amen, Amen ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens“ (Joh 6,47-48)

Gott sagt hier durch seinen Sohn etwas Wesentliches für den Menschen. Er selbst wird für uns in Jesus Christus zum Brot des Lebens.

Uns wird so vor Augen geführt:

Ich bin für Euch zugänglich. Ich bin für Euch erreichbar.

Jesus lässt sich auf die Menschen in ihrem konkreten Leben heute ein.

lhm geht es um das Lebensnotwendige, um das was äußere und vor allem auch innere Not des Menschen im hier und jetzt wendet.
Wenn Jesus uns begegnet, manchmal im Hilfe suchenden Menschen, ein anderes Mal in den Worten der Heiligen Schrift und intensiv und intim in der heiligen Eucharistie, dann bekommen wir es immer lebendig mit dem menschgewordenen Gott zu tun.:

Er lebt unser Leben.

Er stírbt - wenn auch am Kreuz- unsern menschlichen Tod

Und die Angst vorm Tod ist ihm nicht fremd

Er kennt Verrat und Verleugnung

Er kennt den Lebenshunger ebenso wie den unstillbaren Durst nach Liebe.

Er kennt den Abschiedsschmerz

Und er bringt Menschen zusammen - selbst unter dem Kreuz .

 

Wenn Jesus sagt: „Ich bin das Brot des Lebens“, signalisiert er uns das: es geht um unsere Existenz, um Wesentliches im menschlichen Leben.

So öffnen wir uns für Gottes Liebe im Glauben:

Worum geht es beim Glauben?

Es geht um mehr als nur um Kirchenmitgliedschaft und religiöses Wissen.

Es geht um Aneignung.

Es geht um das „Einverleiben", wie es beim-Essen geschieht. Glaube heißt, dass ich so lebe,wie ich

vom Brot lebe.Tag um Tag in einem angefochtenen Glauben. Schritt für Schritt in der Nachfolge – oft tastend und nach Orientierung an Jesu Angeboten und Geboten suchend

Beim wirklich Glauben-Wollen kann ich nicht unbeteiligt - bleiben -

Beziehung ist erwünscht

 

Uns selbst und unseren Nächsten vertrauen:

Mensch mit ihren Talenten und Charismen einbeziehen in unser Gemeindeleben und Pfarreisein.

Menschen für Christus und seine Gemeinde gewinnen.

 

Und so aufbrechen in eine gemeinsame lebendige Zukunft:

 

Der Glaube ist die Klammer, die zusammenfügt: Himmel und Erde, Gott und Mensch.Jesus sagt: „ Wer glaubt, hat das ewige Leben“.

Wer an Jesus als das von Gott (vom Himmel) gekommene Brot des Lebens glaubt, wird das Leben von Gott empfangen. Der Glaube ist Leben aus demselben Leben heraus, das in Christus erschienen ist.

Im Glauben vollzieht sich im jetzt und hier die Wendung vom Tod zum Leben - Leben in Fülle.

lm Glauben ist dieses Leben als Hoffnung da, die aufbrechen kann in eine gemeinsame, lebendige

Zukunft für unsere gemeinsame Pfarrei.

Stark genug? Lebendig genug?

Glaube bleibt auch heute am Leben bei allem Wegbrechen von Traditionen und Milieus, indem er

von sich absieht und ganz auf den sieht, an den er glaubt: auf Christus, das Brot des Lebens

Wer glaubt, hat das ewige Leben” verspricht der Herr.

 

Das ewige Leben heißt:

Ich bin unwiderruflich von Gott geliebt. Nichts trennt mich von seiner Liebe

Das ewige Leben wird im Johannesevangelium konsequent in die Gegenwart hereingeholt.

Es geht um Vergegenwärtigung des ewigen Lebens.

Der Glaube an das ewige Leben entlastet die heute bei uns allen zur Verfügung stehenden

Lebensmittel“ von ihrer angeblich heilsbringenden Überhöhung und macht sie zu dem, was sie sein sollen: zum Verbrauch bestimmt.

Weder Arbeit noch Essen, weder Geld noch Macht, weder Sex noch Ellbogen, weder Konsum noch

Unterhaltung sind Heilsbringer.

Sie sind nicht mehr als „Lebens-Mittel“, aber hoffentlich nie Lebensmitte.

Jesus sendet die Glaubenden , sendet uns in die Welt ,
um auch andere Menschen zu begeistern

Das ewige Leben, das Leben in Fülle wird wirksam in dieser unserer Sendung.

 

Brüder und Schwestern. Wir haben diese Vision.

Kirchen, besonders auch renovierte, sind städtebauliche Denk-mäler.

Sie erinnern daran , dass der Mensch nicht nur vom Brot allein lebt.

Sie weisen darauf hin, dass Brot des Lebens zu haben ist.

Sie laden ein, dem zu vertrauen, der ewiges Leben bringt.

Sie sorgen für einen guten Ausblick über den Horizont: Gott ist mit dieser Welt und mit uns noch lange nicht fertig.

Von ihm haben wir Leben in Fülle zu erwarten.

Deshalb haben wir diese Vision für unsere 10 kirchlichen Gemeinden:

 

Die Pfarrei Hi. Wendelinus soll eine Pfarrei werden ,
in der wir im Hier und Jetzt .

Aufbauend auf unserer eucharistischen Gemeinschaft

Uns öffnen für Gottes Liebe,

uns selbst und unseren Nächsten vertrauen,

und so aufbrechen in eine gemeinsame, lebendige Zukunft,

die auch andere Menschen be-geistert.

 

Amen.

Und hier sind die Visionen unserer Gemeinden:

Herz Jesu  Niedersimten
Die Gemeinde Herz Jesu Niedersimten soll eine  Gemeinde werden, in der wir Gottes Wirken jeden Tag erleben: durch die gelingende Beziehung der Gemeindemitglieder  untereinander, durch die gute Beziehung zu den anderen Gemeinden der Pfarrei Hl. Wendelinus, durch die Beziehung zu Menschen anderer Konfession oder Religion, durch die Beziehung der Aktiven, die sich gegenseitig durch Verständnis und Hilfsbereitschaft stärken
Jeder, der mag kann zu dieser Gemeinschaft dazu gehören  Außenstehende sollen sehen können, dass unsere Gemeinschaft lebt und offen ist für das Wirken des Hl. Geistes

Mariä Heimsuchung Schweix

Die Gemeinde Maririä Heimsuchung Schweix soll eine Gemeinde werden,  in der sich alle Mitglieder gleichwertig fühlen, weil sich alle von Gott geliebt wissen. Die Gemeindemitglieder fühlen sich für die Pfarrei verantwortlich und bringen sich durch ihre Mithilfe ein, weil sie sich dazu eingeladen fühlen.

Maria vom Frieden, Ruhbank

Die Gemeinde  Maria vom Frieden soll eine Gemeinde werden,  in der die Menschen Heimat und Frieden finden. Diese Heimat schenkt uns Gott, der Nähe und Treue ist. In dieser Heimat können wir Kraft tanken, um auf die Menschen zugehen zu können, die außen stehen

St. Jakobus der Ältere, Kröppen
Die Gemeinde  St. Jakobus Major, Kröppen soll eine Gemeinde werden, die dankbar dafür ist, dass sie in Gott und miteinander geborgen ist und so Gemeinschaft erleben und schenken darf, die einlädt das Wirken Gottes zu spüren und tatkräftig mit zu wirken, so dass sie offen ist für alle die gerne dazugehören möchten...

St. Josef, Erlenbrunn

Die Gemeinde St. Josef Erlenbrunn soll eine Gemeinde werden, in der die Menschen nah an der Natur leben und Gott da wahrnehmen, aber auch in den Familien und in vielfältigen Gruppierungen in denen wir Gottes Wirken spürbar erleben. dadurch sollen sich mehr Gemeindemitglieder angesprochen fühlen, sich in die Gemeinde einzubringen. Aus dem besonderen Stellenwert der Ökumene in unserer Gemeinde fühlen wir einen besonderen Auftrag zur Gemeinschaft über die konfessionellen Schranken hinweg.

St. Josef, Hilst
Die Gemeinde St. Josef Hilst soll eine Gemeinde werden, wo die schöne kleine Kirche Menschen auch aus anderen Gemeeinden anzieht, wo junge Menschen dazugehören wollen und der "harte Kern" die Gemeinde zusammenhält.

 

 

St. Michael, Lemberg

St. Pirminius, Eppenbrunn

Die Gemeinde Hl. Pirminius, Eppenbrunn,  soll eine Gemeinde werden, in der Gott weiterhin Menschen anspricht, sich in der Gemeinde zu engagieren. Jede/r Einzelne bringt sich (allein oder im Team) in der Gemeinschaft ein und kann dadurch andere Menschen gewinnen. Diese Gemeinschaft ist offen für die Zusammenarbeit mit den Vereinen und der politischen Gemeinde. In der Kindertagesstätte  begegnen  Kinder und Eltern Gott und werden so gestärkt für ihre Zukunft und für die Kirche der Zukunft

St. Sebastian, Vinningen
Die Gemeinde St. Sebastian, Vinningen,soll eine Gemeinde werden, in der Gott immer mehr Menschen anspricht und be-geist-ert, so dass diese durch diese spirituelle Erfahrung sich mit ihren Fähigkeiten und Talenten einbringen. Wir wollen in unserer Gemeinde solche Erfahrungen ermöglichen und den Menschen anbieten, die Gemeinde St. Sebastian aktiv mitzugestalten. So können wir die Traditionen erhalten und gemeinsam auf dem Weg in die Zukunft gehen.

St. Stephanus, Trulben

Die Gemeinde St. Stephanus soll eine Gemeinde werden, in der sich mit Hilfe Gottes jeder geborgen und angesprochen fühlt in der Menschen ihre Ideen einbringen und beständig an deren Verwirklichung mitarbeiten wollen/ dürfen. Wir möchten gerne weiterhin fair mit anderen Gruppierungen der Ortsgemeinde umgehen und wollen trotz mancher Probleme zuversichtlich motiviert und humorvoll bleiben.